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Willendorf Zur Geschichte von Willendorf Willendorf in der Wachau gehört zu dem alten Besitz des bayrischen Klosters Niederaltaich aus karolingischer Zeit, der von Ludwig d. Deutschen 830 bestätigt wurde. Der Name dürfte vom germanischen Personennamen Wille abgeleitet sein, doch erscheint erst relativ spät ein Rittergeschlecht, das sich nach Willendorf benannte. Mit diesem Geschlecht im Zusammenhang steht auch die erste Erwähnung von Willendorf im Jahr 1243. Der 1308 genannte Otte de Willendorf dürfte der letzte dieser Familie gewesen sein. Willendorf in der Wachau - Luftbild
Verwaltungsmäßig gehörte Willendorf zur Herrschaft Spitz. Das „Beraitungsbuch", eine Art Bestandsaufnahme von Niederösterreich aus den Jahren 1590/91 weist 32 Häuser aus: 27 waren dem Hans Georg Kueffsteiner, dem Besitzer von Spitz, grunduntertänig, fünf der Augustinerchorherrn — Propstei Dürnstein. Dieser Zustand blieb durch die folgenden Jahrhunderte fast unverändert, und auch die Zahl der Bewohner hat nur geringfügig zugenommen. Der „Topographische Landesschematismus" von 1796 hält für Willendorf fest: Willendorf, O.M.B (Viertel ober dem Manhartsberg), hinter Spitz, an der Donau, nächst Aggsbach. 36 Häuser, Grundherrschaften, die daselbst Untertanen und Grundholden haben, sind Spitz und das Stift Dürnstein. Die Aufhebung der Grundherrschaft und die nun entstandenen Ortsgemeinden führten dazu, dass Willendorf ab 1850 eine Katastralgemeinde des Marktes Spitz bildete. Ab 1871 war es mit Schwallenbach vereinigt, wurde aber 1931 selbständig und 1933 mit Groisbach und Köfering zusammengeschlossen. Im Zuge der NÖ Gemeindezusammenlegung verlor Willendorf 1972 seine Selbständigkeit und ist heute eine Katastralgemeinde von Aggsbach Markt.
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